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Skeet

Skeet

Beim Skeet werden nach einer festgelegten Reihenfolge auf acht Stationen einzelne Wurfscheiben und Dubletten beschossen. Skeet gibt es in jagdlicher und sportlicher Ausprägung. Sportliches Skeet ist seit 1968 eine olypmische Disziplin des Tontaubenschießens.

Die Skeetanlage

Eine Skeetanlage besteht aus zwei Wurfmaschinen, einer im so genannten Hochhaus (circa drei Meter über dem Boden) und einer im so genannten Niederhaus (circa einen Meter über dem Boden). Die Häuser stehen sich gegenüber, dahinter sind im Halbkreis zwischen den Häusern die Schießstände angeordnet. Die Stände eins bis sieben liegen dabei auf dem Halbkreis, Schießstand acht befindet sich genau in der Mitte zwischen Hochhaus und Niederhaus.

skeet-schiessen

In unserer Schießstand-Datenbank haben wir eine Auflistung von Skeet-Ständen zusammen gestellt. Im Terminkalender finden Sie zudem Informationen zu aktuellen Skeet-Wettbewerben.

Wettkämpfe

In beiden Skeet-Disziplinen (jagdlich & sportlich) entscheidet ein Schiedrichter über die Wertung der Treffer. Als Treffer gilt, wenn ein sichtbares Stück von der Wurfscheibe durch einen Treffer des Schützen abgetrennt wurde.

Skeet (sportlich)

Skeet (sportlich)

Übersicht

Beim sportlichen Skeet werden folgende Tauben im Jagdanschlag geschossen (ISSF, seit 1. Januar 2013):

1. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Hochhaus, Niederhaus

2. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Hochhaus, Niederhaus

3. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Hochhaus, Niederhaus

4. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

5. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus

6. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus

7. Stand

  • Erster Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus

4. Stand

  • Erster Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Hochhaus, Niederhaus
  • Zweiter Abruf: Simultan-Dublette (Reverse Dublette)
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus

8. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

 

Ablauf

Beim sportlichen Skeet werden von den Ständen eins bis drei jeweils eine Wurfscheibe aus dem Hochhaus und eine Simultan-Dublette (beide Wurfmaschinen werden gleichzeitig ausgelöst) beschossen. Die Dubletten werden in der Reihenfolge Hochhaus – Niederhaus beschossen (die abgehende Taube als erste).

Auf der vierten Position werden zwei Einzelscheiben aus dem Hoch- und dem Niederhaus beschossen. Die Wurfscheiben auf den Positionen fünf und sechs entsprechen den ersten drei Positionen, nur dass die Dubletten in der umgekehrten Reihenfolge (Niederhaus – Hochhaus) beschossen werden. Dies gilt ebenso für die einzelne Dublette auf Stand sieben.

Im Anschluss schießt der Schütze von Stand vier zwei Dubletten in unterschiedlicher Reihenfolge (erst Hochhaus – Niederhaus, dann umgekehrt). Abschließend werden auf Position acht zwei Einzeltauben beschossen.

Skeet Regelwerk sportlich

Beim sportlichen Skeet ruft der Schütze die Wurfscheibe durch ein klares akustisches Signal ab. Die Wurfscheiben werden mit einer zeitlichen Verzögerung von 0 bis 3 Sekunden nach dem Abrufen gestartet.

Im sportlichen Skeet-Wettkampf besteht eine so genannte Rotte in der Regel aus sechs Schützen. Internationale Wettbewerbe werden bei den Herren über fünf Qualifikationsrunden zu je 25 Scheiben (gesamt 125 Wurfscheiben) und einer Finalrunde ausgetragen. In das Finale kommen die sechs besten Schützen der Qualifikation und beschießen jeweils 25 Dubletten. Die Damen tragen internationale Wettkämpfe über 75 Wurfscheiben (drei Qualifikationsrunden zu je 25 Scheiben) und eine Finalrunde aus.

Beim sportlichen Skeetschießen darf nur jeweils ein Schuß pro Wurfscheibe abgegeben werden. Nach dem Abwinken durch den Schützen dürfen bis zu drei Sekunden vergehen, bis die Wurfscheibe sichtbar wird. Der Moment des Abwurfs wird dabei durch einen Zufallsgenerator gesteuert.

Bei Treffergleichheit wird ein Stechen geschossen (ein sogenanntes Shoot-Off). Dieses wird nur auf Station vier ausgetragen, wobei die Schützen Dubletten und Reverse Dubletten schießen, bis ein Schütze eine Scheibe verfehlt (und sein Kontrahent diese trifft).

Skeet (jagdlich)

Skeet (jagdlich)


Übersicht

Die jagdlichen Wettkämpfe werden in Deutschland durch den Deutschen Jagdverband organisiert. Folgende Tauben werden geschossen:

1. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

2. Stand

  • Erster Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Hochhaus, Niederhaus

3. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

4. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

5. Stand

  • Erster Abruf: Einzeltaube (Hochhaus)
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

6. Stand

  • Erster Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus

7. Stand

  • Erster Abruf: Simultan-Dublette
    Reihenfolge der Schussabgabe: Niederhaus, Hochhaus
  • Zweiter Abruf: Einzeltaube (Niederhaus)

Ablauf

Beim jagdlichen Skeet werden von den Ständen eins, drei, vier und fünf jeweils einzelne Wurfscheiben von jeder Wurfmaschine beschossen. Eine Serie besteht dabei aus 15 Scheiben.

Von den Ständen zwei, sechs und sieben wird jeweils eine Dublette beschossen und zusätzlich von Stand sieben eine einzelne Wurfscheibe. Bei den Dubletten werden beide Maschinen gleichzeitig ausgelöst. So kann der Schütze maximal 15 Treffer erzielen. Die Einzeltauben dürfen (nach BDS) zwei Mal beschossen werden. Eine Taube aus einer Dublette darf ebenfalls zweimal beschossen werden – die zweite, nicht beschossene Taube wird als Fehler gewertet.

Skeet Regelwerk jagdlich

In der Regel erfolgt auch beim jagdlichen Skeet das Abrufen der Wurfscheiben über ein mündliches Signal. Der Deutsche Jagdverband (DJV) dagegen schreibt das sogenannte Abwinken vor. Dabei muss die Waffe deutlich sichtbar vertikal einmal geschwenkt werden.

Anders als bei der sportlichen Variante gibt es beim jagdlichen Skeet keine Zeitverzögerung zwischen Abwinken und Abwurf.

Anschlag

Im Gegensatz zum sportlichen Trapschießen, das im Voranschlag geschossen wird, erwartet der Schütze beim Skeet die Wurfscheibe im jagdlichen Anschlag (Flintenschaft liegt an der Hüfte, Mündung auf Augenhöhe) und geht erst nach dem Erfassen des Ziels in den Anschlag (Flinte liegt mit dem Schaft an Wange und Schulter des Schützen).

Flinten

Die folgenden Richtwerte sind vom Deutschen Schützenbund (DSB) für Skeet-Wettkämpfe vorgeschrieben: Zum Skeetschießen zugelassen sind Flinten ohne Visierung mit maximal Kaliber 12. Halbautomatische Modelle sind ebenso eingeschlossen, sofern sich nicht mehr als eine Patrone ins Magazin laden lässt. Die Benutzung von Vorderschaftrepetierflinten ist untersagt.
Mehr Informationen zu Flinten

Munition

Für Skeet wird in der Regel spezielle Munition verwendet, die mehr Schrote enthält. Die einzelnen Schrote sind dafür etwas kleiner. Für Skeetschießen wird Munition von jeweils maximal 2,6mm Durchmesser, 70mm Hülsenlänge und 24g Schrotladung verwendet.
Mehr Informationen zu Munition

Wurfscheiben

Für Skeet werden Standard-Wurfscheiben eingesetzt. Nach dem ISSF und dem DSB sollen die Scheiben folgendes Format haben:

  • Durchmesser: 110 mm (Abweichungen von 1 mm sind erlaubt)
  • Höhe: 25 – 26 mm
  • Gewicht: 105 g (Abweichungen von 5 g sind erlaubt)

Die Farbe der Wurfscheiben ist nicht fest vorgeschrieben, in der Regel wird jedoch auf Scheiben in orange geschossen. Zudem gibt es beispielsweise Farbgebungen in braun, grün oder schwarz. Bei Wettbewerben dürfen nur Wurfscheiben einer Farbe verwendet werden.

Über den Autor

Jens ist studierter Sportwissenschaftler und begeisterter Entdecker des Tontaubenschießens. Auf wurfscheibe.net schreibt er leicht verständlich über die sportwissenschaftlichen Hintergründe des Wurfscheibensports sowie über seine eigenen Erfahrungen als Anfänger in einer für ihn neuen Sportart. Mehr erfahren…

 

Informationen zu weiteren Wurfscheiben-Disziplinen

Trap Jagdparcours Doppeltrap ZZ-Helices
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