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Flinte

Flinte

Beim Wurfscheibenschießen wird Schrotmunition mit Flinten verschossen. In der Regel wird dabei das Kaliber 12 verwendet. (Weitere Informationen dazu auf unserer Informationsseite Munition). Auf dem Schießstand werden vor allem Bockdoppelflinten genutzt. Darüber hinaus gibt es noch Selbstladeflinten, Vorderschaftrepetierflinten und Querflinten.

Bockdoppelflinte

Eine Bockdoppelflinte (kurz: „BDF“) hat zwei Läufe, die übereinander angeordnet sind. Im Englischen werden diese als „Over and Under“ bezeichnet. Die Flinte kann in der Mitte gebrochen werden – hierdurch kann sehr einfach die Sicherheit hergestellt und allen Anwesenden gezeigt werden, dass die Flinte nicht geladen ist. Hinter- und Vorderschaft sind zumeist aus Holz gefertigt. Der Systemkasten und die Läufe sind meistens aus Metall (Stahl, teilweise auch Aluminium). Beim Tontaubenschießen werden hauptsächlich Bockdoppelflinten verwendet.
bockdoppelflinte

Querflinte

Eine Querflinte hat zwei Läufe, die nebeneinander angeordnet sind. Im Englischen werden diese als „Side by Side“ bezeichnet. Die Flinte kann ebenfalls in der Mitte gebrochen werden. Beim Wurfscheibenschießen dominiert klar die Bockdoppelflinte, jedoch sind auch Querflinten gut zum Tontaubenschießen geeignet. Bis auf den Lauf ist die Querflinte der Bockdoppelflinte recht ähnlich.
querflinte

Selbstladeflinte

Selbstladeflinten (kurz: „SLF“) verfügen nur über einen Lauf. Es können mehrere Patronen in das Magazin geladen werden. Nach Abgabe des Schuss wird automatisch eine neue Patrone in das Patronenlager eingeführt. Gerade bei jüngeren Schützen sind Selbstladeflinten sehr beliebt, da sie gegenüber Bockdoppelflinten gewisse Vorteile bieten. So sind die Flinten oftmals leichter und haben weniger Rückstoß. Ist die Selbstladeflinte nicht geladen, sollte dies optisch für alle Anwesenden sichtbar gemacht werden. Dies kann z.B. durch ein Fähnchen passieren. Nicht auf allen Schießständen sind Selbstladefilnten erlaubt (oder zumindest gerne gesehen).

Vorderschaftrepetierflinte

Vorderschaftrepetierflinten verfügen nur über einen Lauf. Es können mehrere Patronen in das Magazin geladen werden. Nach Abgabe des Schusses kann durch das vor- und zurückziehen (Repetiervorgang) des Vorderschafts eine neue Patrone aus dem Magazin in den Lauf geladen werden. Ist die Vorderschaftrepetierflinte nicht geladen, sollte auch dies optisch für alle Beteiligten sichtbar sein. Nicht auf allen Schießständen sind Vorderschaftrepetierflinten erlaubt (oder gerne gesehen). Vorderschaftrepetierflinten werden bei Wettkämpften i.d.R. in getrennten Klassen von Bockdoppel-, Quer- und Selbstladeflinten gewertet.

Video: Flinten im Überblick

Auswahl der 1. eigenen Flinte

Jeder Schütze sollte sich anfangs Zeit mit der Auswahl der ersten Waffe lassen. Die Technik wird sich verändern, eventuell wird die Disziplin noch einmal gewechselt und der Anschlag ist noch nicht konsistent. Gerade am Anfang sollte man mit möglichst vielen verschiedenen Flinten schießen und herausfinden, welche Eigenschaften einem selbst liegen. Bei vielen Schießständen gibt es Leihwaffen – ebenso in Vereinen. Eine zu frühe Entscheidung für eine bestimmte Flinte kann dazu führen, dass nach kurzer Zeit bereits andere Anforderungen an das Sportgerät gestellt werden.

Sportflinten werden oft in den Ausführungen Trap, Skeet und Sporting angeboten. Entsprechend der jeweiligen Wurfscheiben-Disziplinen besitzen die Flinten bestimmte Eigenschaften. Nebem einem angepassten Schaft sind die Flinten auch unterschiedlich ausbalanciert. Trap- und Skeet-Flinten einiger Hersteller bieten beispielsweise auch die Möglichkeit Wechselchokes anzubringen – hierauf sollte beim Kauf geachtet werden. Wer plant regelmäßig (mehrere tausend Schuss im Jahr) dem Wurfscheibenschießen nachzukommen, sollte sich eher für eine Sportflinte entscheiden. Jagdliche Flinten sind tendenziell nicht für solche hohen Schusszahlen ausgelegt.

Im Folgenden werden die Unterschiede der verschiedenen Komponenten einer Flinte näher erläutert.

Schaft

Der Schaft ist beim Flintenschießen das Verbindungsstück zwischen Körper und Mensch. Ein passender Schaft hilft dabei den Blick des Auges und die Schussrichtung zusammenzuführen. Sitzt der Schaft nicht richtig in der Schulter oder passt gefühlt einfach nicht, schießt der Schütze eher vorbei. Ein nicht passender Schaft kann außerdem zu Schmerzen beim Schießen führen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum passenden Schaft zu gelangen. Die wahrscheinlich kostspieligste ist ein Maßschaft. Hierbei wird ein speziell auf den Schützen abgestimmter Schaft geschäftet. Dabei ist es wichtig, dass die Maße durch eine erfahrene und qualifizierte Person erfasst werden. Der Nachteil beim Maßschaft: Verändert sich der Körper (beispielsweise durch Gewichtszunahme oder Abnahme), kann der Schaft eventuell nicht mehr richtig passen. Eine Alternative zum Maßschaft ist ein verstellbarer Schaft. Je nach Modell lassen sich verschiedene Faktoren verstellen. Teilweise reicht es schon den vorhandenen Standardschaft anpasen zu lassen. Auch eine Schaftverstellung lässt sich ggf. nachträglich einbauen.

schaftmasse

A – Schaftlänge: Länge des Schafts (hinten) bis zum Abzug
B & C – Senkung: Höhe des Schaftrückens vorne und hinten
D – Pitch (Winkel): Winkel des Schafts (hinten)

Schränkung (nicht abgebildet)
Seitlicher Winkel des Schafts im Verhältnis zum Lauf.

Lauflänge

Die Lauflänge hat eine Auswirkung auf das Schwungverhalten der Flinte. Das Schwungverhalten kann nachträglich über verlängerte Chokes noch etwas beeinflusst werden. Beim Skeet werden eher kürzere Läufe verwendet – beim Trap eher längere. Am Ende kommt es jedoch auch hier auf die individuellen Vorlieben an. Meistverbreitet sind die Lauflängen 70/71cm und 75/76cm. Etwas weniger gebräuchlich sind Flinten mit den Lauflängen von 67/68cm und 80/81cm.

Gewicht

Je nach Körperbau, Kraft und Disziplin sollte auch das Gewicht der Flinte berücksichtigt werden. Soll die Flinte z.B. auch für die Jagd genutzt werden, ist ein leichteres Gewicht von Vorteil. Entgegen der landläufigen Meinung kann es durchaus Sinn machen, dass zierlichere Personen leichte Flinten nutzen. Solange der Schaft richtig passt, sollte es hier keine Probleme mit dem Rückstoß geben.

Korn & Hilfskorn

Ob eine Flinte ein Korn und ein Hilfskorn braucht, kommt auf den individuellen Schießstil an. Schützen, die zur Erfassung des Ziels das Korn verwenden, sollten auf jeden Fall bei der Anschaffung darauf achten. Gleiches gilt auch für Trapschützen, die nach dem Einsetzen der Flinte noch einmal das Verhältnis zwischen Korn und Hilfskorn kontrollieren wollen.

Bildquelle & Bildrechte

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